Südtiroler Dorf mit Kirchturm zwischen Bergkämmen; ein Geschäft in der Mitte mit leuchtender Tür, darüber eine Reihe aus sieben leeren Feldern, von denen eines hervorgehoben ist, und gepunktete Linien zu einer Kartennadel und einer Sprechblase

Öffnungszeiten, Feiertage, Betriebsurlaub — wie deine Zeiten überall richtig ankommen

Berger+Team · 12.10.2026

Thema: Lokal gefunden werden

Name und Adresse deines Betriebs ändern sich selten. Deine Öffnungszeiten ändern sich mehrmals im Jahr: Feiertage, Betriebsurlaub, Sommer- und Winterzeiten, die Zwischensaison. Jede dieser Änderungen ist ein Moment, in dem deine Angaben auseinanderlaufen können — auf der Website steht schon das Neue, im Google-Profil noch das Alte, im Tourismusportal etwas vom vorletzten Jahr.

Hier steht, wie du das in den Griff bekommst: was deine Website als Daten weitergibt, was nur als Hinweis, was du bei Google selbst pflegen musst — und ein Ablauf, der bei jeder Änderung gleich bleibt.

Warum widersprüchliche Zeiten schaden.

Widersprüchliche Öffnungszeiten schaden, weil Suchmaschinen und KI-Assistenten die Angaben über deinen Betrieb aus mehreren Quellen zusammensetzen und bei einem Widerspruch nicht wissen, welcher Quelle sie glauben sollen. Im schlechtesten Fall nennen sie die falsche Zeit — und zwar mit voller Überzeugung. Wie ein einzelner veralteter Eintrag dabei zur Mehrheitsmeinung im Netz werden kann, steht im Beitrag über den NAP-Fehler.

Bei Öffnungszeiten wirkt der Fehler in zwei Richtungen. Steht irgendwo „offen“, obwohl du zu hast, steht ein Gast vor verschlossener Tür und ärgert sich. Steht irgendwo „geschlossen“, obwohl du offen hast, ärgert sich niemand: Der Gast fährt einfach woanders hin, und du erfährst nie davon. Der zweite Fall ist der teurere, weil ihn niemand bemerkt.

Eine Quelle für die Website.

Die Grundlage ist eine einzige Stelle, an der du deine Zeiten pflegst und aus der alles andere auf deiner Website liest. In btlabs Core trägst du deine Wochenzeiten einmal ein: für jeden Wochentag, auf Wunsch mit mehreren Zeitfenstern wie einer Mittagspause, Ruhetage ausdrücklich als geschlossen.

Aus dieser Quelle lesen:

  • die Seiten, auf denen du die Zeiten zeigst — per Platzhalter, etwa auf der Kontaktseite,
  • die strukturierten Daten, also die maschinenlesbare Beschreibung deines Betriebs nach Schema.org, die Suchmaschinen auswerten,
  • die llms.txt — eine Textdatei, die KI-Systemen die wichtigsten Angaben über deinen Betrieb zusammenfasst — und die übrigen Maschinen-Profile deines Betriebs.

Änderst du eine Zeit, ändert sie sich überall dort, wo sie aus dieser Quelle gelesen wird. Zeig die Zeiten dabei auch sichtbar auf deiner Website: Google verlangt in seinen Richtlinien für strukturierte Daten, dass nur ausgezeichnet wird, was Besucher auch sehen können.

Was als Daten mitgeht — und was nur als Hinweis.

Nicht jede Zeitangabe nimmt in btlabs Core denselben Weg: Die Wochenzeiten gehen als Daten mit, Ausnahmen wie Feiertage und Betriebsurlaub als Hinweis. Der Unterschied bestimmt, wer die Angabe lesen kann.

Als Daten gehen die regulären Wochenzeiten mit — welcher Tag, von wann bis wann, auch mit Mittagspause. Diese Zeiten stehen in den strukturierten Daten deiner Website, in den Dateien für KI-Assistenten und auf den Seiten, auf denen du sie einsetzt.

Als Hinweis gehen die Ausnahmen mit: ein kurzer Text wie „Betriebsurlaub 10. bis 23. August“ oder „An Feiertagen geschlossen, Termine nach Vereinbarung“. Der Hinweis steht in den Dateien für KI-Assistenten und, wo du ihn per Platzhalter einbindest, auf der Seite. In den strukturierten Daten für Suchmaschinen steht er nicht.

Daraus folgen zwei Dinge, die du wissen solltest:

  • Die Wochenzeiten kennen kein Datum. Eingetragene Zeiten gelten, bis du sie änderst. Wer Sommer- und Winterzeiten hat, stellt sie zum Saisonwechsel um.
  • Sonderöffnungszeiten für Google gehören ins Google-Unternehmensprofil. Deine Website liefert Suchmaschinen die regulären Zeiten; einzelne Ausnahmetage trägst du bei Google ein.

Was du im Google-Unternehmensprofil selbst pflegst.

Dein Google-Unternehmensprofil pflegst du bei Google selbst; btlabs Core greift nicht darauf zu und füllt es nicht aus. Die Karte in der Google-Suche und Google Maps zeigen die Angaben aus diesem Profil, nicht aus deiner Website. Google rät in seinen Tipps zum lokalen Ranking, die Öffnungszeiten dort aktuell zu halten — auch Sonderzeiten für Feiertage.

Das Profil kennt dafür drei Einstellungen:

  • Reguläre Öffnungszeiten — dieselben wie auf deiner Website, Tag für Tag.
  • Sonderöffnungszeiten für einzelne Tage: Feiertage, Betriebsurlaub, ein langer Samstag im Advent.
  • Vorübergehend geschlossen für längere Pausen, etwa während einer Renovierung.

Dasselbe gilt für alle anderen Einträge: Tourismusportal, Buchungsplattform, Branchenverzeichnis, Social-Media-Profil. Keine Website kann sie für dich nachziehen. Ehrlich gerechnet heißt das: Such dir die zwei, drei Einträge, über die bei dir tatsächlich Gäste und Anfragen kommen, und halte genau die aktuell. Den Rest prüfst du einmal im Jahr.

Südtirol: Saison, Feiertage, drei Sprachen.

In Südtirol ist die Ausnahme oft die Regel. Ein Hotel mit Zwischensaison, eine Schutzhütte, die im Herbst zusperrt, ein Buschenschank, der zum Törggelen aufmacht, ein Skiverleih: Für so einen Saisonbetrieb ändern sich die Zeiten nicht einmal im Jahr, sondern mit jeder Saison. Drei Gewohnheiten helfen.

Den Wechsel ankündigen, am Tag umstellen. Weil die Wochenzeiten kein Datum kennen, stimmen sie nicht mehr, sobald du sie zu früh umstellst. Kündige den Wechsel deshalb im Hinweis an — „Ab 3. November gelten die Winterzeiten“ — und stell die Wochenzeiten am Tag des Wechsels um. Im Google-Profil kannst du einzelne Ausnahmetage dagegen schon vorher als Sonderöffnungszeiten eintragen.

Hinweise mit Datum schreiben. „Derzeit geschlossen“ wird still falsch, sobald du wieder offen hast. „Betriebsurlaub 10. bis 23. August“ bleibt verständlich — und nach dem Termin löschst du ihn.

Den Hinweis in jeder Sprache pflegen. Gäste aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben andere Feiertage im Kopf als du, und viele fragen auf Englisch. In btlabs Core pflegst du den Hinweis je Sprache. Schreib ihn in allen dreien, nicht nur auf Deutsch.

Der Ablauf bei jeder Änderung.

Ob Feiertag, Betriebsurlaub oder Saisonwechsel: dieselben fünf Schritte, in derselben Reihenfolge.

  1. Website zuerst. Wochenzeiten oder Hinweis in btlabs Core ändern — eine Stelle, alle Ausgaben der Website ziehen mit.
  2. Google-Unternehmensprofil. Reguläre Zeiten oder Sonderöffnungszeiten, mit denselben Angaben wie auf der Website.
  3. Die wichtigsten weiteren Einträge. Die zwei, drei Portale und Verzeichnisse, über die bei dir wirklich Anfragen kommen.
  4. Hinweis befristen. Datum in den Text, nach dem Termin wieder löschen.
  5. Gegenprobe. Frag ein paar Tage später einen KI-Assistenten und die Google-Suche, wann du offen hast. Wie so ein Selbsttest aussieht, steht in Frag doch mal deine KI.

Was Google und die Assistenten übernehmen und wann, entscheiden sie selbst. Die Gegenprobe zeigt dir nur, ob irgendwo noch ein alter Stand hängt — und wo du nachziehen musst.

Was btlabs Core übernimmt — und was nicht.

btlabs Core übernimmt die Website: eine Quelle für deine Zeiten, die Wochenzeiten als strukturierte Daten und den Hinweis auf Ausnahmen in den Dateien für KI-Assistenten, je Sprache pflegbar. Das Google-Unternehmensprofil und fremde Verzeichnisse übernimmt es nicht; die pflegst du dort, wo sie liegen. Und es verspricht nicht, dass Google oder eine KI deine Zeiten so anzeigt — das entscheiden sie. Was du in der Hand hast: dass deine eigene Website überall dieselbe Zeit nennt.

Wie Adresse, Einzugsgebiet und Öffnungszeiten in btlabs Core zusammenlaufen, zeigt die Seite Lokal gefunden werden.

Häufig gestellte Fragen.

Wie halte ich Öffnungszeiten und Kontaktdaten überall aktuell?

Das Grundprinzip: eine Quelle statt vieler Kopien. Wenn Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer an einem zentralen Ort gepflegt werden und Website, strukturierte Daten und maschinenlesbare Formate automatisch denselben Stand ausspielen, kann nichts auseinanderlaufen. Genau das leistet eine Website, die als Single Source of Truth aufgebaut ist: einmal ändern, überall aktuell.

Extern bleibt der Aufwand überschaubar: Halte vor allem dein Google-Unternehmensprofil und die wichtigsten Verzeichnisse aktuell — mit exakt denselben Angaben wie auf der Website. Bei saisonalen Öffnungszeiten hilft ein fester Ablauf, etwa zu Saisonstart und -ende. Der Hintergrund: Widersprüchliche Angaben sind die häufigste Ursache dafür, dass KI-Assistenten Falsches über einen Betrieb erzählen.

Brauche ich ein Google-Unternehmensprofil, wenn meine Website alles hat?

Ja. Die Karte in der Google-Suche und Google Maps zeigen Angaben aus dem Unternehmensprofil, nicht aus deiner Website. Die Website liefert Suchmaschinen und KI-Systemen eindeutige Angaben über deinen Betrieb. Wichtig ist, dass beide dasselbe sagen: Das Profil pflegst du bei Google; Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten deiner Website pflegst du in btlabs Core an einer Stelle.

Warum müssen Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich sein?

Suchmaschinen und KI-Assistenten setzen die Angaben über deinen Betrieb aus vielen Quellen zusammen: deiner Website, deinem Unternehmensprofil, Verzeichnissen, Bewertungsportalen. Widersprechen sich diese Quellen, wissen Suchmaschinen und Assistenten nicht, welche stimmt — und nennen im schlechtesten Fall die falsche Telefonnummer oder alte Öffnungszeiten. Auf deiner Website pflegst du diese Angaben bei btlabs Core an einer Stelle; die übrigen Quellen gleichst du von Hand ab — bei jeder Änderung erneut.

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