Strukturierte Daten

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Zusatzangaben im Code einer Website — meist nach dem Schema.org-Standard im JSON-LD-Format. Sie machen Suchmaschinen und KI-Systemen eindeutig klar, was ein Inhalt bedeutet: etwa Öffnungszeiten, Adresse oder Leistungen eines Betriebs.

Menschen sehen auf einer Website sofort, was gemeint ist — eine Maschine liest zunächst nur Text. Strukturierte Daten schließen diese Lücke: Im Hintergrund der Seite wird nach dem offenen Standard Schema.org hinterlegt, was die Inhalte bedeuten. Das gängige Format dafür heißt JSON-LD — ein kleiner, unsichtbarer Datenblock, der Angaben wie Firmenname, Adresse, Öffnungszeiten oder Leistungen eindeutig auszeichnet.

Der Nutzen ist doppelt: Suchmaschinen können deine Inhalte hervorgehoben darstellen — etwa mit Veranstaltungsdaten oder Stellenangaben direkt im Suchergebnis; ob sie es tun, entscheiden sie selbst. Und KI-Systeme, die Antworten statt Trefferlisten liefern, können Quellen, die sie eindeutig verstehen, leichter auswerten. Wer seine Fakten strukturiert bereitstellt, senkt das Risiko, dass eine KI Angaben errät oder verwechselt.

Strukturiert und unstrukturiert — der Unterschied

Der Fließtext einer Seite ist unstrukturiert: Ein Mensch erkennt darin die Öffnungszeiten, eine Maschine sieht eine Zeichenkette. Strukturierte Daten sind dieselbe Angabe in fester Form — mit einer Bezeichnung, die sagt, worum es sich handelt. „Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr" im Text ist unstrukturiert; dieselbe Angabe als ausgezeichnete Öffnungszeit mit Wochentag und Uhrzeit ist strukturiert. Beides steht auf derselben Seite — auswertbar ohne Raten ist nur das Zweite.

Der weitaus größte Teil dessen, was im Netz steht, ist unstrukturiert. Genau deshalb ist die kleine strukturierte Menge so wertvoll: Sie ist der Teil, den eine Maschine nicht interpretieren muss.

Was ein Betrieb auszeichnen sollte

Nicht alles — sondern das, wonach tatsächlich gefragt wird:

  • Name, Adresse, Telefon
  • Öffnungszeiten, auch abweichende an Feiertagen
  • Leistungen, möglichst mit Preisrahmen
  • Standort und Einzugsgebiet
  • häufige Fragen samt Antwort
  • Personen, wenn sie öffentlich auftreten

Die Regel, die am häufigsten gebrochen wird

Ausgezeichnet werden darf nur, was auch sichtbar auf der Seite steht. Google formuliert es in seiner Dokumentation zu strukturierten Daten unmissverständlich: „Don't add structured data about information that is not visible to the user, even if the information is accurate." Eine Auszeichnung, die etwas anderes behauptet als der sichtbare Text, kostet die hervorgehobene Darstellung — und im schlimmsten Fall das Vertrauen der Systeme, die sie lesen. Dasselbe gilt für veraltete Angaben: Ändert sich die Öffnungszeit im Text, muss sie sich auch in den Daten ändern.

Als Format empfiehlt Google JSON-LD, weil es sich am leichtesten pflegen lässt.

Für einen Betrieb in Südtirol ist das besonders relevant: Gäste und Kunden fragen zunehmend Assistenten, statt selbst zu suchen — und deren Antwort ist nur so gut wie die maschinenlesbare Quelle dahinter. Idealerweise werden strukturierte Daten nicht von Hand gepflegt, sondern automatisch aus den Inhalten erzeugt, die du ohnehin aktuell hältst. So bleibt alles konsistent, ohne Mehraufwand.

Welche Angaben sich zuerst lohnen, steht in Welche Angaben eine Maschine über deinen Betrieb lesen können muss.

Häufig gestellte Fragen.

Wie messe ich, ob mein Betrieb in KI-Antworten vorkommt?

Der direkteste Weg: selbst testen. Stelle in den gängigen KI-Assistenten die Fragen, die deine Kunden stellen würden — etwa „Welcher Betrieb in meiner Gegend macht …?“ — und prüfe, ob dein Betrieb genannt wird und ob die Angaben stimmen. Wiederhole das regelmäßig und in mehreren Sprachen, denn Antworten ändern sich. Ergänzend zeigen Website-Statistiken, ob KI-Systeme auf deine Inhalte zugreifen: Solche Zugriffe hinterlassen Spuren.

Damit es nicht bei Stichproben bleibt, bietet btlabs ein Sichtbarkeits-Cockpit an: Es bündelt Suchdaten und die Zugriffe von KI-Systemen auf deine Website an einem Ort, verständlich aufbereitet. So siehst du Entwicklungen statt Momentaufnahmen — und erkennst früh, wenn Angaben über deinen Betrieb korrigiert werden sollten.

Wie liest eine KI meine Website — und was heißt das für meine Inhalte?

Eine KI liest deine Website nicht von oben nach unten, sondern zerlegt sie in einzelne Textpassagen und ruft im Moment der Frage nur die passenden ab (Retrieval-Augmented Generation, RAG). Entscheidend ist deshalb nicht die ganze Seite, sondern ob einzelne Passagen eine konkrete Frage eigenständig und maschinenlesbar beantworten. Inhalte, die erst per Skript nachgeladen werden oder in langem Fließtext stecken, kommen bei der KI oft nicht an.

Muss ich meine Website für KI-Sichtbarkeit neu bauen?

Nicht zwingend. Strukturierte Daten, saubere Mehrsprachigkeit und Performance lassen sich nachrüsten. Besteht die Basis aber aus einem alten Plugin-Turm, ist ein Fundament, das diese Dinge von Haus aus mitbringt, oft der schnellere und günstigere Weg.