Das ai-discovery-radar
Wir messen, was Maschinen auf Websites tatsächlich vorfinden — und veröffentlichen es, auch wenn es unbequem ist. Über KI-Sichtbarkeit wird viel behauptet und wenig gemessen. Welche Wege eine Website Maschinen anbietet, damit sie gefunden und richtig gelesen wird, lässt sich aber schlicht nachzählen. Genau das tun wir, monatlich, öffentlich und mit offengelegtem Verfahren.
Was gemessen wird
Das Radar prüft, welche standardisierten Dateien eine Website für Maschinen bereitstellt: die robots.txt, die seit dreißig Jahren regelt, welche Bereiche automatische Besucher betreten dürfen. Die llms.txt, ein Inhaltsverzeichnis für Sprachmodelle. Die ai-catalog.json, die beschreibt, welche Inhalte und Dienste eine Domain KI-Agenten anbietet. Insgesamt stehen 34 solcher Wege in der laufenden Messung.
Dazu kommt, was wir bewusst nicht messen. 23 weitere Wege stehen unter Beobachtung: bekannt, aber noch nicht verbreitet genug, um bei jedem Host der Stichprobe eine Anfrage zu rechtfertigen. Und 49 haben wir geprüft und wieder verworfen — mit Begründung, Eintrag für Eintrag. Ein Katalog wird nicht besser, indem man jedes Format aufnimmt, von dem jemand redet.
Abgerufen werden ausschließlich öffentliche, für Maschinen bestimmte Konfigurationsdateien — keine Seiteninhalte, keine Bilder, keine Texte. Die Messung hält sich an die robots.txt der jeweiligen Domain und nennt sich beim Namen.
Was das Panel zeigt
Stand September 2026, gemessen an einer geschichteten Stichprobe von 853 erreichbaren Domains:
- 86,2 % liefern eine
robots.txtaus. Der alte Standard ist der einzige, den fast alle bedienen. - 13,5 % liefern eine
llms.txt. Das Format ist jung, die Verbreitung entsprechend. - 0,0 % liefern eine
ai-catalog.json. Von den 34 geprüften Wegen kam bei 16 über das gesamte Panel hinweg keine einzige Antwort.
Diese Nullen sind kein Messfehler. Sie sind das Ergebnis. Über viele dieser Formate wird geredet, als wären sie etabliert — im offenen Web sind sie es nicht.
Seit September 2026 wird dasselbe Panel von 1.000 Quellen jeden Monat neu gemessen; die Zahlen oben sind der jeweils jüngste Lauf und von Monat zu Monat vergleichbar. Die Erkundungsserie vom August 2026 über 16.554 Domains bleibt als Basislinie im GitHub-Repo dokumentiert.
Warum wir das offenlegen
Wir bauen Websites, die von Menschen und von KI-Systemen gefunden werden sollen. Diese Arbeit braucht Zahlen statt Annahmen: Welcher Weg trägt heute wirklich, und welcher ist eine Wette auf morgen? Wer das nicht misst, verkauft Vermutungen.
Deshalb ist das Verfahren öffentlich — Stichprobe, Regelsatz, Konfidenzintervalle, und die Wege, die bei null herauskamen, stehen mit in der Tabelle. Wer eine dieser Zahlen anzweifelt, kann sie nachrechnen. Das ist der Punkt.
Wer nicht gemessen werden will
Keine Rückfragen, keine Begründung. Eine E-Mail mit der Domain genügt, oder eine Zeile in der eigenen robots.txt. Ausgeschlossene Domains werden übersprungen, bevor eine Anfrage gestellt wird.
Fragen zur Messung?
Schreib uns — zur Methode, zu einer einzelnen Zahl, oder wenn deine Domain nicht gemessen werden soll.
- Antwort in der Regel binnen 24 Stunden
- Austragung ohne Rückfragen
- Verfahren vollständig offengelegt